Warum ich das mache
An meinem 30. Geburtstag wachte ich mit einem grauen Schleier vor den Augen auf
Bis dahin lief mein Leben unauffällig. Bürojob, Wochenende, zweimal im Jahr Urlaub. Ich hab funktioniert und gedacht, das sei normal.
Dann kamen Wochen voller Untersuchungen und am Ende die Diagnose: Multiple Sklerose. Unheilbar, chronisch, mit 30.
Ich hab danach Jahre damit verbracht, alles zu testen, was mir unterkam. Atemtechniken, Supplements, Eisbad, Meditation. Vieles half kurz, nichts hielt. Ehrlicherweise war ich in der Zeit auch kein angenehmer Mensch. Ständig schlecht gelaunt, kurze Zündschnur, hab es an anderen rausgelassen.
Der Punkt kam durch einen Satz von einer befreundeten Biohackerin: „Der Fakt, dass du überall fünf Minuten zu spät kommst, egal was du tust, kann mit deinem Nervensystem zusammenhängen." Ich fand das erstmal absurd. Bis ich angefangen hab, meine Baustellen aufzuschreiben. Fast alle liefen auf dieselbe Sache raus.
2015MS-Diagnose an meinem 30. Geburtstag. Der Weckruf.
2015 bis 2018Testen, verwerfen, weitermachen. An mir selbst, jeden Tag. Danach das Buch.
2019 bis 2020Blog, dann Podcast. Ich teile, was bei mir wirklich was verändert hat.
HeuteNicht ganz raus. Ich arbeite täglich dran, aber ich weiß heute, was ich tue. 400+ Leute haben meine Kurse durchgearbeitet.
Ich bin kein Arzt und kein Therapeut. Ich verspreche dir keine Heilung und ich bin selbst nicht „fertig". Was ich dir gebe: Sachen, die ich seit Jahren selbst mache, biologisch erklärt statt mystisch aufgeladen, und auf einen vollen Kalender zugeschnitten. Wo die Studienlage dünn ist, sage ich das dazu, statt es zu verschweigen.
Ich weiß also genau, wie sich ein Kalender anfühlt, in dem eigentlich kein Platz für sowas ist. Beim Spaziergang höre ich übrigens Punkrock und Metalcore, falls du dich fragst, ob hier gleich noch eine Klangschale und etwas Duftöl kommt.